Kant’s Kritik der reinen Vernunft steuert einem Synthesizer

Kant auf Synthesizer

Abb.: Display des ACCESS Virus





Installation aus 1 Synthesizer, Computer, Lautsprecher, Midi-Interface – entstanden 2007-2009

Kant’s Kritik der reinen Vernunft, wird vollständig auf einem Synthesizer-Display dargestellt. Das Display bietet hierfür eine maximale Zeichenanzahl von 10 Zeichen. Um den kompletten Text lesbar zu machen, werden die Worte – ähnlich einer Laufschrift – in Leserichtung durch das Display geschoben. Da der Synthesizer nur 256 Speicherplätze zur Verfügung hat, wird der Text in Form einzelner Klangprogramme (Sysex-Dumps) in regelmäßigen Abständen in das Gerät übertragen.

Die Seele ist Substanz wird also wie folgt dargestellt:

1 . D i e S e e
. D i e S e e l
D i e S e e l e
D i e S e e l e
i e S e e l e i
e S e e l e i s
S e e l e i s t
S e e l e i s t
e e l e i s t S
e l e i s t S u

Die Klangprogramme und Noten, werden ebenfalls aus dem Text selbst generiert. Hierzu werden die jeweils folgenden 60 Zeichen ausgewählt und der Reihe nach den einzelnen Midi-Controllern zugewiesen. Jeder Buchstabe steuert hierbei 2 Parameter des Synthesizers. (Folgezeichen 40 beinflusst z.B. Filter 1 Cutoff und Filter 2 Cutoff). Der Synthesizer spielt bei jedem Buchstabenwechsel eine Note oder Pause. Hierbei treten textlich bedingt, selten Wiederholungen auf.